Gewalt in der Pflege erkennen und verhindern - Multiplikatoren-Schulung zur Gewaltprävention in pflegerischen Einrichtungen

-verschoben auf 10.03.-05.06.2021 | Alternativ-Kurs beginnt im September 2020

Zielgruppe

Mitarbeitende aus ambulanten und stationären Einrichtungen, Krankernhäusern und Einrichtungen der Eingliederungshilfe, die als Multiplikatoren eingesetzt werden sollen. Erfahrungen im Bereich Leitung oder Qualitätsmanagement wären wünschenswert.

Inhalte

Gewalt fängt nicht an

wenn Kranke getötet werden

Sie fängt an

wenn einer sagt:

„Du bist krank:

Du musst tun was ich sage“

(Auszug aus dem Gedicht „Gewalt“ von Erich Fried)

 

Gewalt kann viele Ursachen und Ausdrucksformen haben. Oft geschieht sie nicht vorsätzlich, sondern aus Unwissenheit, Überforderung, missverstandener Fürsorge, Absicherung oder Anforderungen von außen. Sie geschieht auf struktureller, kultureller und personeller Ebene. Mitarbeitende in Institutionen der Pflege sind dabei sowohl Täter, Opfer oder auch Zeugen.

Auf unterschiedlichen Ebenen und mit unterschiedlichen Methoden kann dem begegnet werden. Das Thema Gewalt in der Pflege braucht Raum; es muss „besprechbar“ gemacht werden. Gewalthandlungen oder auch passive Gewalt können viele Ausdrucksformen haben, auch sehr subtile. Gewaltbehaftete Vorkommnisse müssen stringent und strukturiert im Sinne der Fallarbeit kommuniziert und analysiert und praktische Konsequenzen gezogen werden. Ein solcher Umgang erfordert Wissen um die möglichen Ausprägungen von Gewalt, aber auch Kenntnis von Maßnahmen, wie ihr begegnet und vorgebeugt werden kann.

 

Um einen wirksamen Umgang mit dem Thema Gewalt ohne Tabu zu etablieren, muss auch das Management entsprechende Rahmenbedingungen schaffen: Wichtig sind eine produktive Fehlerkultur, eine wertschätzende Kommunikation und eine Mitarbeiterführung, die ein angstfreies Arbeitsklima ermöglicht.

 

Die Teilnehmenden sollen im Ergebnis dieser Fortbildung nicht nur über eine neue Fachlichkeit und Sensibilität zum Thema Gewalt verfügen, sondern auch in der Lage sein, einrichtungsspezifische Konzepte zur Gewaltprävention zu erarbeiten.

 

 

Kursleitung

Johannes Stratmann

Pflegeentwicklung und Management (B.A.), Pflegeberater, examinierter Altenpfleger

 

 

Erforderliche Anmeldeunterlagen

tabellarischer Lebenslauf

 

 

Informationen zur Warteliste

Wir freuen uns über Ihr Interesse. Leider sind derzeit alle verfügbaren Plätze belegt. Sie haben die Möglichkeit, sich dennoch anzumelden und auf die Warteliste setzen zu lassen; wir informieren Sie dann umgehend, sobald ein Platz frei wird.

Übrigens: im September beginnt ein zweiter Kurs an. Nähere Informationen finden Sie im Bereich "Pflegefachliche Seminare".

Dauer

80 Unterrichtseinheiten

Datum

15.04.2020 bis 26.06.2020

Uhrzeit

von 8.30 bis 15.30 Uhr

Blöcke

Termine:

15.04. – 17.04.2020

13.05. – 15.05.2020

23.06. – 26.06.2020

Kosten

850,00 €

 

Hinweis für Interessierte, die in Hamburg leben und arbeiten: Diese Weiterbildung wird von der HPG gefördert. Weitere Informationen dazu über uns oder direkt über die Hamburgische Pflegegesellschaft e.V. unter

www.hpg-ev.de

Tel. 040 23 80 87 88

Abschluss

Zertifikat: Multiplikator/in zur Gewaltprävention in pflegerischen Einrichtungen
Fortbildungspunkte
80